Die Sponsoring-Affäre ist ausgestanden. Jetzt schaltet Jürgen Rüttgers im NRW-Wahlkampf wieder auf Attacke. Der Ministerpräsident bezeichnet den Hartz-IV-Vorschlag von Hannelore Kraft als "zynisch und unausgegoren". Ein Viertel der Langzeitarbeitslosen erkläre die SPD-Spitzenkandidatin so zu hoffnungslosen Fällen.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat seinen neuen Büroleiter Markus Zorzi nach nur drei Monaten gefeuert. Der Vorwurf: Zorzi soll versucht haben, seinen Nachfolger in der CSU-Landeszentrale zu bespitzeln. Nun drohen ihm ein Disziplinarverfahren und strafrechtliche Konsequenzen.
Ein 32-Jähriger muss in Haft bleiben, obwohl er seine Jugendstrafe von zehn Jahren verbüßt hat. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die nachträgliche Sicherungsverwahrung bei Jugendstrafen zulässig ist. Er bestätigte damit eine Entscheidung des Landgerichts Regensburg.
Die rechtsextreme Front National verbreitet in Frankreich Plakate mit dem Motto „Nein zum Islamismus". Sie zeigen Minarette, die wie Raketen aussehen. Der Parteichef wurde wegen Rassismus vor Gericht verklagt. Trotzdem kommen die Rechtsextremen nach aktuellen Umfragen bei der kommenden Regionalwahl auf elf Prozent.
Barack Obama muss wieder einmal feststellen, wie zäh reale Regierungspolitik sein kann. Der US-Präsident will offenbar den Plan aufgeben, die mutmaßlichen Drahtzieher des 11. September von einem zivilen Gericht aburteilen zu lassen. Als Gegenleistung könnte er die nötige Hilfe zur Schließung von Guantánamo erhalten.
Der schwedische Karikaturist Lars Vilks sei "wie ein Lamm zu schlachten". Dies forderte Al-Qaida nach dem Erscheinen seiner Zeichnung in einer schwedischen Zeitung 2007, in der er Mohammed als Hund darstellte. In Irland wurden nun Verdächtige festgenommen, die Mordpläne gegen ihn geplant haben sollen.
Nach den Attacken muslimischer Milizen auf überwiegend christliche Siedlungen versprach Nigeria "Leben und Eigentum" zu schützen. Doch die Betroffenen fliehen weiterhin, auch weil das Krisenmanagement kein volles Vertrauen genießt. Es ist ein gewaltsamer Überlebenskampf, gemischt mit religiösem Hass.
Trotz aller Kritik bleibt Guido Westerwelle (FDP) dabei: Sein Lebensgefährte Michael Mronz wird ihn auch zukünftig auf Reisen begleiten. Mronz selbst hält sich zurück, denn "manche Sachen richten sich von selbst". Auch wenn dieser auf eigene Kosten mitfährt, fordern Kritiker das Trennen von Beruf und Reise.